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Titelliste1. Der Letzte Ikaride
2. Auf Deine Augen Senk Ich Schlummer
3. Die Seherin
4. Instrumental I
5. Amils Abendgebet
6. Erster Frost
7. Gesang Der Quellnymphe
8. Instrumental II
9. Sang Am Abend
10. Heimkehr
11. Sterbender Satyr |
BesetzungUwe Nolte
Frank Machau |
Formate
CD
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StreamsDie Seherin
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Sterbender Satyr |
| Künstler: |
ORPLID |
| Datum: |
24.3.2006 |
| Kat.-Nr.: |
AB 014 |
| Barcode: |
4 039053 301426 |
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Informationen
ORPLIDs Sterbender Satyr steht - wie auch schon frühere Veröffentlichungen der Gruppe - für ein äußerst gelungenes Zusammenspiel von Sprache, Musik und repräsentativen Bildern. Neben der Umsetzung nahezu rein akustischer, meist gitarrenlastiger Lieder, dringen Frank Machau und Uwe Nolte mit dieser Veröffentlichung aber mehr und mehr in sphärische Klanggefilde vor.
Konkret zeigt sich dies im Einsatz von minimalistisch anmutender (oft Sequencer-gesteuerter) Elektronik und entsprechenden Drummachine-Klängen, die durchaus bewusst an die sogenannte Cold Wave-Bewegung der frühen 1980er Jahre angelehnt ist. Unsere Musik ist komplexer und abstrakter geworden", kommentiert Frank Machau die Entwicklung ORPLIDs der letzten Jahre. Aber ich denke, wir sind uns trotz erweiterter stilistischer Mittel in vielerlei Hinsicht treu geblieben.
Das lässt sich insbesondere von der Herangehensweise an ihre Texte sagen, die schon seit jeher wesentliches Charakteristikum der Gruppe waren. Ein Text sollte auch ohne Musik einen (Wort)Klang haben und Bilder im Kopf erzeugen, so ORPLID-Texter Uwe Nolte. Ein konkretes Konzept habe ich nicht, außer dass ich immer das Beste gebe und aufs Letzte gehe.
Neben den charakteristischen Texten Uwes, ist ebenfalls die Vertonung klassischer Dichtkunst lieb gewordener Bestandteil einer jeden ORPLID-Platte geworden. Auf die Interpretation von Oda Schaefers Die Seherin, die zweifellos zu den ausdrucksstärksten ORPLID-Stücken überhaupt gehört, ist Uwe besonders stolz. Für dieses Lied arbeitete die Gruppe mit der Leipziger Künstlerin Sandra Fink zusammen, deren stimmliche Leistung die archaische Tiefe des Gedichtes mit schauspielerischem Gespür reflektiert, so Uwe.
Sterbender Satyr unterstreicht, was man schon bei seinem Vorgänger Nächtliche Jünger (2003) abgezeichnet hatte: ORPLID sind keine reine (Neo) Folk-Band, auch wenn frühe Veröffentlichungen noch darauf hingedeutet haben. Vielmehr betreibt das Duo seit jeher seine individuelle Vertonung von Uwes Neuer Deutscher Dichtung: lyrisch, fragil und feinfühlig, aber kraftvoll in Ausdruck und Umsetzung.
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